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Die Virtualisierung und die Industrie - Eine Herausforderung - Report 2007-2008
2007 wurde eine Analyse durchgeführt, die sich mit den Kundenwünschen, der Marktlandschaft und der Übernahmerate von Technologien befasst. Wir haben zehn Herausforderungen bei der Annahme dieser Technologie ausgemacht.
Sie sind unterteilt in:
heutige Herausforderungen (Support, Lizenzierung and Kapazitätsplanung)
kurzfristige Herausforderungen (Zuverlässigkeit, Bereitstellung and Effizienz)
mittelfristige Herausforderungen (Skalierbarkeit, Sicherheit and Rechenschaftspflicht)
immerwährende Herausforderungen (Verantwortlichkeit)
1. Support
Support ist das Top-Thema der Virtualisierung.
Heute gibt es viele große Softwarehäuser, die Virtualisierung noch nicht entdeckt haben oder sie nur teilweise unterstützen. Dies beeinträchtigt die Verbreitung dieser Technik leider nachhaltig.
Dies hat mindestens drei Gründe: Technische Einschränkungen (virtuelle Maschinen können spezielle Hardware nicht nach außen führen), Marketingstrategien (es wird nur spezifische Hard- und Software unterstützt) oder politische Strategien (es wird nur eine einzige Virtualisierungslösung unterstützt).
Hersteller von Virtualisierungslösungen müssen eine umfangreiche Liste von Softwareherstellern anbieten, die ihre Produkte innerhalb einer VM, einer Betriebssystemspartition oder eines virtuellen Applikationscontainers unterstützen.
Der Kunde muss im Vorfeld prüfen, ob der Softwarehersteller für sein Produkt auch dann Support anbietet, wenn es produktiv in einer virtuellen Umgebung eingesetzt wird und nicht nur zu Test- und Entwicklungszwecken.
2. Lizenzierung
Lizenzierung ist das zweitwichtigste Thema in der Virtualisierung.
Zurzeit gibt es zumindest einige Softwarehäuser, die ihr Lizenzmodell an die Virtualisierung angepasst haben.
Im Fall von Hardware- and Betriebssystem-Virtualisierungsansätzen sind die Softwarehäuser gefordert, eine VM zu erkennen, ansonsten stellt das Betriebssystem nicht alle CPUs auf der Host-Ebene bereit. Gleichzeitig müssen die Programme erkennen, ob eine VM ausgeschaltet ist, da sonst der Gebrauch der Software wegen der Lizenz nicht ermöglicht wird.
Wenn Applikations-Virtualisierung zum Einsatz kommt, müssen die Softwareentwickler eine virtualisierte oder gestreamte Anwendung, die nicht "lokal" installiert ist, mittels eines neuen Werkzeugs erkennen können.
Zusätzlich implementieren Softwarehäuser recht invasive Prüfmethoden der Lizenzierung, wie z.B. die Produktaktivierung von Microsoft. Sie sollten diese Methode anpassen, um die Vorteile einer Virtualisierung nicht aufzuheben oder einzuschränken. Dazu gehören die schnelle Änderung von virtueller Hardware oder eine Live-Migration auf ein anderes System.
3. Kapazitätsplanung
Kapazitätsplanung ist das dritte und letzte Thema, das der Kunde bei der Entscheidung zur Virtualisierung vor Augen haben sollte.
In jeder IT-Infrastruktur ist die ausreichende Dimensionierung von Hardware sehr wichtig, um eine hohe Zuverlässigkeit und Effizienz zu garantieren. Dies gilt für die Virtualisierung so nicht ganz. Es ist sehr viel schwieriger, die richtige Menge an Ressourcen zu ermitteln, da die VM selbst obenauf liegt und dadurch ebenfalls Ressourcen braucht (Overhead). Zusätzlich kommen noch Einschränkungen bei der Ausnutzung der Host-Hardware hinzu.
Virtualisierungshersteller sollten von vornherein klarstellen, wie viele VMs pro CPU-Kern betrieben werden können und wie viel Overhead ihr Produkt erzeugt.
Ein weiterer, neuer Faktor kommt außerdem ins Spiel: Die Arbeitslast muss korrekt auf alle virtualisiernden Hosts verteilt werden, um eine erfolgreiche Implementierung mit zufriedenstellender Performance betreiben zu können.
Eine unbedachte Verteilung der VMs und deren Arbeitslast führen üblicherweise zu Verschwendung von Ressourcen, zu Flaschenhälsen und in manchen Fällen sogar zum Scheitern des ganzen Projektes.
Den richtigen Platz für vorhandene, geplante und ungeplante VMs zu finden, ist eine schwierige Aufgabe, die ständige Bemessung und Anpassung erfordert. Das Ausmaß der Anpassungen wird auch von der Mobilität der VMs und von der Möglichkeit von Live-Migrationen bestimmt.
Virtualisierungshersteller und Softwarehäuser sollten gemeinsam eine neue Art von Utility entwickeln, das die ideale Anordnung für jede VM erkennt und Schritte zur Optimierung vorschlägt oder sogar automatisch ausführt.
Hersteller, die sich mit der Thematik beschäftigen:
CiRBA
Microsoft
PlateSpin
VMware
4. Zuverlässigkeit
Die Zuverlässigkeit ist das erste Thema nach der Aufstellung der VMs.
Trotz der Fähigkeit, Clustering- oder Fail-Over-Konfigurationen zwischen VMs zu arrangieren, sind diese abhängig von ihrem Host. Es ist daher notwendig, auf Host-Ebene für die genannten Techniken zu sorgen, um die Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Gleichzeitig benötigen VMs die gleichen täglichen Backups wie physikalische Maschinen. Diese können auf drei Ebenen durchgeführt werden: Entweder auf der Gast-Ebene mit einer normalen Backupsoftware auf jeder VM, auf der Host-Ebene mit einer Backupsoftware im Host-Betriebssystem oder im Hypervisor oder auf der Storage-Ebene, wo bestehende SAN-Backuplösungen die den VMs zugeteilten LUNS sichern.
Clustering, Fail-Overing und traditionelle Backups (auf Gast-Ebene) funktionieren nicht richtig, wenn sie auf virtuellen Plattformen laufen, da die VMs wie geöffnete Dateien behandelt werden, die wiederum vom Host-Betriebssystem oder vom Hypervisor für den Zugriff gesperrt sind. Dadurch wird die Datenintegrität gesichert.
Der Kunde sollte die oben genannten, traditionellen Methoden nicht einsetzen. Auch wenn sie erfolgreich getestet wurden, gibt es keinen Hersteller, der solche Konfigurationen unterstützt.
Softwarehäuser, Hardwarehersteller und Virtualisierungshersteller sind nun gefordert, eine neue und hochverfügbare Lösung in virtuelle Umgebungen zu integrieren und zu unterstützen. Gleichzeitig müssen die Softwarehäuser Szenarien unterstützen, in denen ihre Produkte in virtualisierten Umgebungen laufen und auf Host-Ebene gesichert werden.
Diese Hersteller beschäftigen sich mit der Thematik:
Invirtus
Microsoft
PlateSpin
Symantec
Vizioncore
VMware
5. Bereitstellung
Die Bereitstellung von Rechenzeit ist eine kurzfristige Herausforderung in mittleren und großen virtuellen Infrastrukturen.
Die Arbeitsweise von VMs, Betriebssystempartitionen und virtuellen Anwendungen ergeben eine beispiellose Vereinfachung. Jedoch führt diese Vereinfachung üblicherweise (Beispiel: Windows Server 2003 Datacenter, der beliebig viele VMs zulässt) zu einer unkontrollierten Ausbreitung von VMs in den meisten virtuellen Infrastrukturen.
Gleichzeitig macht die Natur von virtuellen Instanzen es schwer, Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von physikalischen Ressourcen und deren Auslastung während der Bereitstellung zu erkennen.
Letztlich führen die Leichtigkeit und die Geschwindigkeit einer VM-Bereitstellung und -Anpassung zu einem exponentiellen Wachstum der Bedürfnisse der Endbenutzer. Dies kann nur schwer vom IT-Team kontrolliert werden.
Virtualisierungshersteller und Softwarehäuser müssen gemeinsam Deployment-Tools entwickeln, die neue VMs auf vernünftige Art und Weise, also mit Blick auf verfügbare Ressourcen, Lizenzierungen, Lastverteilung und andere Faktoren, bereitstellen können. Gleichzeitig müssen diese Tools auf eine einfache Interaktion zwischen Endbenutzer, IT-Manager und virtuellen Infrastrukturen gewährleisten, indem sie ein ausgeklügeltes Rechtesystem bieten und den Bereitstellungsfluss sichern.
Hersteller, die sich mit Deployment befassen:
Embotics
Microsoft
Surgient
VMLogix
VMware
6. Effizienz
Ein kurzfristiges Thema ist die Fähigkeit, das Leistungsverhalten zu verfolgen und Probleme zu beheben.
In virtuellen Infrastrukturen wirken viel mehr Faktoren auf die Leistung ein als in normalen Umgebungen. Dies erschwert das Aufspüren und Beheben von Engpässen.
Die Leistung kann durch falsche Verteilung der Last (siehe Kapazitätsplanung) beeinflusst werden, d.h. durch Probleme auf Host- oder Gast-Ebene. Diese Faktoren zu erkennen und zu isolieren ist kompliziert. Der Kunde kann sich hierbei nicht auf eine Benchmarking-Plattform verlassen, die in einer engpassfreien, virtuellen Umgebung zuverlässige Ergebnisse liefern würde.
Die Hersteller von Virtualisierungslösungen täten gut daran, Programme zu entwickeln, die neue Beziehungen zwischen Elementen der Infrastruktur erkennen. Mit ihnen soll das Aufspüren und Beheben von Engpässen erleichtert werden.
Nebenbei bemerkt haben alle Virtualisierungsansätze hohe Ansprüche an die Ressourcen, speziell Netzwerkbandbreite.
Alle beteiligten Hersteller sollten effiziente Protokolle für die Aufgaben der Virtualisierung entwickeln und High-Performance-Hardware unterstützen, wie z.B. TOE-Netzwerkkarten.
Diese Firmen beschäftigen sich mit der Thematik:
InovaWave
Intel
VMware
7. Skalierbarkeit
Skalierbarkeit ist die erste mittelfristige Herausforderung für Virtualisierungen.
Virtuelle Infrastrukturen bedeuten eine wachsende Zahl an VMs auf einem einzigen physikalischen Server. Man erwartet, dass diese Zahl exponentiell ansteigt, sobald die nächste Generation von Multi-Core-CPUs auf dem Markt ist.
Während die Anzahl der Kerne pro CPU steigt, wachsen andere Komponenten in ihrer Leistungsfähigkeit nicht mit. Begrenzte Speicherkapazität und Netzwerkbandbreite können die Skalierbarkeit einer Infrastruktur erheblich reduzieren.
Für jede VM kommen redundante Softwarepakete hinzu, wie z.B. Antivirus-Lösungen, Backup-Agents, identische Patches für jedes Gast-Betriebssystem etc., was wiederum mehr physikalische Ressourcen erfordert.
Es wäre vorteilhaft, wenn Softwarehäuser und Virtualisierungshersteller neue Technologien zur Auslieferung von solchen Paketen entwickeln würden. So könnte beispielsweise alles auf Host-Ebene verwaltet werden, um Ressourcen zu sparen.
Die Hardwarehersteller wiederum könnten gemeinsam mit den Virtualisierungsherstellern neue Hardware entwickeln, die in der Lage ist, zusätzliche Speicher- und Netzwerkauslastungen effizient zu verwalten.
Momentan forscht nur ein Hersteller auf diesen Gebieten:
VMware
8. Sicherheit
In virtuellen Infrastrukturen kann dieses Thema von zwei Seiten angegangen werden: VM/OS-Sicherheit und die Sicherheit der Virtualisierungsplattform.
VM/OS-Sicherheit kann wie gewohnt gewährleistet werden, indem man einfach Antivirus-Lösungen etc. innerhalb der VMs installiert oder auf einer dedizierten VM.
Dieser Ansatz holt nicht das meiste aus der Virtualisierung heraus, d.h. die Sicherheitseffizienz wird nicht erhöht und die Skalierbarkeit wird negativ beeinflusst. Daher sollten Lösungen entwickelt werden, die eine neue Generation von Sicherheitssoftware auf Host-Ebene betreiben, als direkter Teil der Virtualisierungsplattform.
Die hersteller von Virtualisierungssoftware sollten im Zuge dessen klären, welche Sicherheitsprobleme für VMs existieren und baldmöglichst ein effizientes Patch-System implementieren.
Zurzeit ist Virtualisierungstechnologie noch nicht weit genug verbreitet, um attraktiv für Hacker zu sein. Das heißt, dass die Sicherheitsstärke von Virtualisierungsplattformen erst noch auf die Probe gestellt werden muss.
Der Kunde darf nicht davon ausgehen, dass die Plattformen sicher sind, nur weil wenige Sicherheitslücken bekannt sind oder noch nicht aufgedeckt wurden.
Dieser Hersteller arbeitet momentan daran:
VMware
9. Verantwortlichkeit
Die Verantwortlichkeit ist die entfernteste Herausforderung, aber sie betrifft möglicherweise nur Unternehmen.
Virtualisierungsansätze verändern komplett die Hardwareausnutzung und deren Wert, was zur Folge hat, dass existierende Werkzeuge zur Bestimmung des Anlagennutzungsgrades im Grunde unbrauchbar werden.
Die Möglichkeit, auf einem einzigen Server mehrere VMs zu betreiben, bedeutet eine komplexe Analyse der physikalischen Ressourcenzuweisung und -nutzung. Gleichzeitig wird die Möglichkeit begrenzt, eine Evaluierung auf Host-Basis durchzuführen, da die Virtualisierungsplattformen erweiterte Möglichkeiten mitbringen, wie z.B. die Live-Migration.
Daher sollte es Werkzeuge geben, die eine aussagekräftige Analyse und Berichterstattung der physikalischen Ressourcen liefern.
Folgende Hersteller arbeiten daran:
IBM
PlateSpin
V-Kernel
Virtugo
Vizioncore
Die Virtualisierung und die Industrie - Eine Herausforderung - Report 2007-2008
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2007 wurde eine Analyse durchgeführt, die sich mit den Kundenwünschen, der Marktlandschaft und der Übernahmerate von Technologien befasst. Wir haben zehn Herausforderungen bei der Annahme dieser Technologie ausgemacht.
Sie sind unterteilt in:
heutige Herausforderungen (Support, Lizenzierung and Kapazitätsplanung)
kurzfristige Herausforderungen (Zuverlässigkeit, Bereitstellung and Effizienz)
mittelfristige Herausforderungen (Skalierbarkeit, Sicherheit and Rechenschaftspflicht)
immerwährende Herausforderungen (Verantwortlichkeit)
1. Support
Support ist das Top-Thema der Virtualisierung.
Heute gibt es viele große Softwarehäuser, die Virtualisierung noch nicht entdeckt haben oder sie nur teilweise unterstützen. Dies beeinträchtigt die Verbreitung dieser Technik leider nachhaltig.
Dies hat mindestens drei Gründe: Technische Einschränkungen (virtuelle Maschinen können spezielle Hardware nicht nach außen führen), Marketingstrategien (es wird nur spezifische Hard- und Software unterstützt) oder politische Strategien (es wird nur eine einzige Virtualisierungslösung unterstützt).
Hersteller von Virtualisierungslösungen müssen eine umfangreiche Liste von Softwareherstellern anbieten, die ihre Produkte innerhalb einer VM, einer Betriebssystemspartition oder eines virtuellen Applikationscontainers unterstützen.
Der Kunde muss im Vorfeld prüfen, ob der Softwarehersteller für sein Produkt auch dann Support anbietet, wenn es produktiv in einer virtuellen Umgebung eingesetzt wird und nicht nur zu Test- und Entwicklungszwecken.
2. Lizenzierung
Lizenzierung ist das zweitwichtigste Thema in der Virtualisierung.
Zurzeit gibt es zumindest einige Softwarehäuser, die ihr Lizenzmodell an die Virtualisierung angepasst haben.
Im Fall von Hardware- and Betriebssystem-Virtualisierungsansätzen sind die Softwarehäuser gefordert, eine VM zu erkennen, ansonsten stellt das Betriebssystem nicht alle CPUs auf der Host-Ebene bereit. Gleichzeitig müssen die Programme erkennen, ob eine VM ausgeschaltet ist, da sonst der Gebrauch der Software wegen der Lizenz nicht ermöglicht wird.
Wenn Applikations-Virtualisierung zum Einsatz kommt, müssen die Softwareentwickler eine virtualisierte oder gestreamte Anwendung, die nicht "lokal" installiert ist, mittels eines neuen Werkzeugs erkennen können.
Zusätzlich implementieren Softwarehäuser recht invasive Prüfmethoden der Lizenzierung, wie z.B. die Produktaktivierung von Microsoft. Sie sollten diese Methode anpassen, um die Vorteile einer Virtualisierung nicht aufzuheben oder einzuschränken. Dazu gehören die schnelle Änderung von virtueller Hardware oder eine Live-Migration auf ein anderes System.
3. Kapazitätsplanung
Kapazitätsplanung ist das dritte und letzte Thema, das der Kunde bei der Entscheidung zur Virtualisierung vor Augen haben sollte.
In jeder IT-Infrastruktur ist die ausreichende Dimensionierung von Hardware sehr wichtig, um eine hohe Zuverlässigkeit und Effizienz zu garantieren. Dies gilt für die Virtualisierung so nicht ganz. Es ist sehr viel schwieriger, die richtige Menge an Ressourcen zu ermitteln, da die VM selbst obenauf liegt und dadurch ebenfalls Ressourcen braucht (Overhead). Zusätzlich kommen noch Einschränkungen bei der Ausnutzung derd Host-Hardware hinzu.
Virtualisierungshersteller sollten von vornherein klarstellen, wie viele VMs pro CPU-Kern betrieben werden können und wie viel Overhead ihr Produkt erzeugt.
Ein weiterer, neuer Faktor kommt außerdem ins Spiel: Die Arbeitslast muss korrekt auf alle virtualisiernden Hosts verteilt werden, um eine erfolgreiche Implementierung mit zufriedenstellender Performance betreiben zu können.
Eine unbedachte Verteilung der VMs und deren Arbeitslast führen üblicherweise zu Verschwendung von Ressourcen, zu Flaschenhälsen und in manchen Fällen sogar zum Scheitern des ganzen Projektes.
Den richtigen Platz für vorhandene, geplante und ungeplante VMs zu finden, ist eine schwierige Aufgabe, die ständige Bemessung und Anpassung erfordert. Das Ausmaß der Anpassungen wird auch von der Mobilität der VMs und von der Möglichkeit von Live-Migrationen bestimmt.
Virtualisierungshersteller und Softwarehäuser sollten gemeinsam eine neue Art von Utility entwickeln, das die ideale Anordnung für jede VM erkennt und Schritte zur Optimierung vorschlägt oder sogar automatisch ausführt.
Hersteller, die sich mit der Thematik beschäftigen:
CiRBA
Microsoft
PlateSpin
VMware
4. Zuverlässigkeit
Die Zuverlässigkeit ist das erste Thema nach der Aufstellung der VMs.
Trotz der Fähigkeit, Clustering- oder Fail-Over-Konfigurationen zwischen VMs zu arrangieren, sind diese abhängig von ihrem Host. Es ist daher notwendig, auf Host-Ebene für die genannten Techniken zu sorgen, um die Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Gleichzeitig benötigen VMs die gleichen täglichen Backups wie physikalische Maschinen. Diese können auf drei Ebenen durchgeführt werden: Entweder auf der Gast-Ebene mit einer normalen Backupsoftware auf jeder VM, auf der Host-Ebene mit einer Backupsoftware im Host-Betriebssystem oder im Hypervisor oder auf der Storage-Ebene, wo bestehende SAN-Backuplösungen die den VMs zugeteilten LUNS sichern.
Clustering, Fail-Overing und traditionelle Backups (auf Gast-Ebene) funktionieren nicht richtig, wenn sie auf virtuellen Plattformen laufen, da die VMs wie geöffnete Dateien behandelt werden, die wiederum vom Host-Betriebssystem oder vom Hypervisor für den Zugriff gesperrt sind. Dadurch wird die Datenintegrität gesichert.
Der Kunde sollte die oben genannten, traditionellen Methoden nicht einsetzen. Auch wenn sie erfolgreich getestet wurden, gibt es keinen Hersteller, der solche Konfigurationen unterstützt.
Softwarehäuser, Hardwarehersteller und Virtualisierungshersteller sind nun gefordert, eine neue und hochverfügbare Lösung in virtuelle Umgebungen zu integrieren und zu unterstützen. Gleichzeitig müssen die Softwarehäuser Szenarien unterstützen, in denen ihre Produkte in virtualisierten Umgebungen laufen und auf Host-Ebene gesichert werden.
Diese Hersteller beschäftigen sich mit der Thematik:
Invirtus
Microsoft
PlateSpin
Symantec
Vizioncore
5. Bereitstellung
Die Bereitstellung von Rechenzeit ist eine kurzfristige Herausforderung in mittleren und großen virtuellen Infrastrukturen.
Die Arbeitsweise von VMs, Betriebssystempartitionen und virtuellen Anwendungen ergeben eine beispiellose Vereinfachung. Jedoch führt diese Vereinfachung üblicherweise (Beispiel: Windows Server 2003 Datacenter, der beliebig viele VMs zulässt) zu einer unkontrollierten Ausbreitung von VMs in den meisten virtuellen Infrastrukturen.
Gleichzeitig macht die Natur von virtuellen Instanzen es schwer, Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von physikalischen Ressourcen und deren Auslastung während der Bereitstellung zu erkennen.
Letztlich führen die Leichtigkeit und die Geschwindigkeit einer VM-Bereitstellung und -Anpassung zu einem exponentiellen Wachstum der Bedürfnisse der Endbenutzer. Dies kann nur schwer vom IT-Team kontrolliert werden.
Virtualisierungshersteller und Softwarehäuser müssen gemeinsam Deployment-Tools entwickeln, die neue VMs auf vernünftige Art und Weise, also mit Blick auf verfügbare Ressourcen, Lizenzierungen, Lastverteilung und andere Faktoren, bereitstellen können. Gleichzeitig müssen diese Tools auf eine einfache Interaktion zwischen Endbenutzer, IT-Manager und virtuellen Infrastrukturen gewährleisten, indem sie ein ausgeklügeltes Rechtesystem bieten und den Bereitstellungsfluss sichern.
Hersteller, die sich mit Deployment befassen:
Embotics
Microsoft
Surgient
VMLogix
VMware
6. Effizienz
Ein kurzfristiges Thema ist die Fähigkeit, das Leistungsverhalten zu verfolgen und Probleme zu beheben.
In virtuellen Infrastrukturen wirken viel mehr Faktoren auf die Leistung ein als in normalen Umgebungen. Dies erschwert das Aufspüren und Beheben von Engpässen.
Die Leistung kann durch falsche Verteilung der Last (siehe Kapazitätsplanung) beeinflusst werden, d.h. durch Probleme auf Host- oder Gast-Ebene. Diese Faktoren zu erkennen und zu isolieren ist kompliziert. Der Kunde kann sich hierbei nicht auf eine Benchmarking-Plattform verlassen, die in einer engpassfreien, virtuellen Umgebung zuverlässige Ergebnisse liefern würde.
Die Hersteller von Virtualisierungslösungen täten gut daran, Programme zu entwickeln, die neue Beziehungen zwischen Elementen der Infrastruktur erkennen. Mit ihnen soll das Aufspüren und Beheben von Engpässen erleichtert werden.
Nebenbei bemerkt haben alle Virtualisierungsansätze hohe Ansprüche an die Ressourcen, speziell Netzwerkbandbreite.
Alle beteiligten Hersteller sollten effiziente Protokolle für die Aufgaben der Virtualisierung entwickeln und High-Performance-Hardware unterstützen, wie z.B. TOE-Netzwerkkarten.
Diese Firmen beschäftigen sich mit der Thematik:
InovaWave
Intel
VMware
7. Skalierbarkeit
Skalierbarkeit ist die erste mittelfristige Herausforderung für Virtualisierungen.
Virtuelle Infrastrukturen bedeuten eine wachsende Zahl an VMs auf einem einzigen physikalischen Server. Man erwartet, dass diese Zahl exponentiell ansteigt, sobald die nächste Generation von Multi-Core-CPUs auf dem Markt ist.
Während die Anzahl der Kerne pro CPU steigt, wachsen andere Komponenten in ihrer Leistungsfähigkeit nicht mit. Begrenzte Speicherkapazität und Netzwerkbandbreite können die Skalierbarkeit einer Infrastruktur erheblich reduzieren.
Für jede VM kommen redundante Softwarepakete hinzu, wie z.B. Antivirus-Lösungen, Backup-Agents, identische Patches für jedes Gast-Betriebssystem etc., was wiederum mehr physikalische Ressourcen erfordert.
Es wäre vorteilhaft, wenn Softwarehäuser und Virtualisierungshersteller neue Technologien zur Auslieferung von solchen Paketen entwickeln würden. So könnte beispielsweise alles auf Host-Ebene verwaltet werden, um Ressourcen zu sparen.
Die Hardwarehersteller wiederum könnten gemeinsam mit den Virtualisierungsherstellern neue Hardware entwickeln, die in der Lage ist, zusätzliche Speicher- und Netzwerkauslastungen effizient zu verwalten.
Momentan forscht nur ein Hersteller auf diesen Gebieten:
8. Sicherheit
In virtuellen Infrastrukturen kann dieses Thema von zwei Seiten angegangen werden: VM/OS-Sicherheit und die Sicherheit der Virtualisierungsplattform.
VM/OS-Sicherheit kann wie gewohnt gewährleistet werden, indem man einfach Antivirus-Lösungen etc. innerhalb der VMs installiert oder auf einer dedizierten VM.
Dieser Ansatz holt nicht das meiste aus der Virtualisierung heraus, d.h. die Sicherheitseffizienz wird nicht erhöht und die Skalierbarkeit wird negativ beeinflusst. Daher sollten Lösungen entwickelt werden, die eine neue Generation von Sicherheitssoftware auf Host-Ebene betreiben, als direkter Teil der Virtualisierungsplattform.
Die hersteller von Virtualisierungssoftware sollten im Zuge dessen klären, welche Sicherheitsprobleme für VMs existieren und baldmöglichst ein effizientes Patch-System implementieren.
Zurzeit ist Virtualisierungstechnologie noch nicht weit genug verbreitet, um attraktiv für Hacker zu sein. Das heißt, dass die Sicherheitsstärke von Virtualisierungsplattformen erst noch auf die Probe gestellt werden muss.
Der Kunde darf nicht davon ausgehen, dass die Plattformen sicher sind, nur weil wenige Sicherheitslücken bekannt sind oder noch nicht aufgedeckt wurden.
Dieser Hersteller arbeitet momentan daran:
9. Verantwortlichkeit
Die Verantwortlichkeit ist die entfernteste Herausforderung, aber sie betrifft möglicherweise nur Unternehmen.
Virtualisierungsansätze verändern komplett die Hardwareausnutzung und deren Wert, was zur Folge hat, dass existierende Werkzeuge zur Bestimmung des Anlagennutzungsgrades im Grunde unbrauchbar werden.
Die Möglichkeit, auf einem einzigen Server mehrere VMs zu betreiben, bedeutet eine komplexe Analyse der physikalischen Ressourcenzuweisung und -nutzung. Gleichzeitig wird die Möglichkeit begrenzt, eine Evaluierung auf Host-Basis durchzuführen, da die Virtualisierungsplattformen erweiterte Möglichkeiten mitbringen, wie z.B. die Live-Migration.
Daher sollte es Werkzeuge geben, die eine aussagekräftige Analyse und Berichterstattung der physikalischen Ressourcen liefern.
Folgende Hersteller arbeiten daran:
IBM
PlateSpin
V-Kernel
Virtugo
Vizioncore
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